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Kurvenfahrt |
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2006-06-04 wfs |
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Sagen Sie das mal einem Autofahrer. Er wird Sie für verrückt erklären. Einem Fahrradfahrer wird das im ersten Moment auch auf den Lippen liegen. Aber nach kurzem Nachdenken und mit der Erinnerung an alte Schulkenntnisse wird er Ihnen Recht geben. Machen
Sie zur Einstimmung folgenden Versuch (aber unbedingt Helm und
Downhill-Montur anziehen): Jeder Zweirad-Fahrer weiß, eine Kurve kann man nur in geneigter Haltung durchfahren, man muss sich „in die Kurve legen“. Alleine kann man das aber nicht tun, man braucht dazu Hilfe von außen. Sonst wäre man Münchhausen, der sich selbst am eigenen Zopf aus dem Sumpf gezogen hat. |
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Rechtskurve bei senkrechter Haltung. Die Fliehkraft kippt den Fahrer nach links außen |
Linkskurve. Die richtige Neigung bei der Kurvenfahrt mit dem Zweirad |
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Schauen
wir uns die Verhältnisse aus Fahrersicht an. Bei der
Kurvenfahrt wirkt auf ihn die Fliehkraft und zieht ihn nach
außen. Weil sein Reifen am Boden haftet, würde er
umkippen. Er muss dem entgegen wirken indem er mit Schräglage
fährt, so dass seine Gewichtskraft die Wirkung der
Fliehkraft kompensiert. Wie aber kommt man in die Schräglage,
wenn man sich selbst nicht kippen kann? Vielleicht haben Sie es
ja schon selbst erkannt, Sie nützen die Kippwirkung der
Fliehkraft aus. Also, bei der Linkskurve lenken Sie kurz nach
rechts, dann kippen Sie nach links weg, und jetzt heißt es
im richtigen Moment, nämlich bei Erreichen der
entsprechenden Neigung, den Lenker nach links reißen und
schon funktioniert die Linkskurve.
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